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Ultimative Tipps & Tricks, die das Reisen einfach machen

Lesezeit: 13 Minuten

Unsere Tipps & Tricks zum allumfassenden Thema Reisen: Was gibt es beim Camping beachten? Wie sparst du dir Zeit und Nerven bei einer Panne oder Reparatur? Wo bekomme ich Wasser und welche Empfehlung gibt es zum Kochen auf Reisen? Durch unsere Fahrradweltreise haben wir unterwegs in den verschiedenen Ländern schon einige Erfahrungen sammeln können. Diese wollen wir mit dir nun teilen.  

Wir listen dir hier kurz und knackig auf, welche Dinge das Reisen für uns um ein Vielfaches vereinfachen. Unsere Tipps haben wir dabei in unterschiedliche Themenblöcke gefasst. Da wir ständig jeden Tag vor neuen Herausforderungen stehen und immer dazu lernen, ergänzen wir diese Liste natürlich von Zeit zu Zeit 😉

Dies sind alles persönliche Erfahrungen. Beim beherzigen unserer Tipps bitte trotzdem immer mit gesundem Menschenverstand rangehen und selbst entscheiden, ob sich der Vorschlag umsetzen lässt oder nicht.

zuletzt aktualisiert am 13.09.2020

Wir lieben Essen! Seitdem wir auf Fahrradweltreise sind und nun täglich sehr viele  Kilometer in die Pedale treten, hat sich diese Leidenschaft noch mehr ausgeprägt. Damit unser innerer Motor läuft, muss er natürlich mit etwas gefüttert werden. Allerdings essen wir nun auch deutlich mehr, als vor der Fahrradweltreise. Haben uns früher für eine Mahlzeit 250g Nudeln gereicht, so kochen wir nun 500g. Viele Leute fragen uns, ob wir Vegetarier oder Veganer seien – Nein. Wir achten aber darauf, dass wir unsere Lebensmittel (so gut es in manchen Ländern eben geht) vom lokalen Einzelhändler beziehen und verantwortungsbewusst einkaufen. Dabei machen wir auch nicht halt vor krummen Äpfeln, Fallobst oder Essen aus dem Müllcontainer, dem sog. “Dumpster Food”. Die Lebensmittel, die wir bisher dort herausgefischt haben, waren größtenteils makellos und durchaus noch genießbar. Wir waren regelrecht entsetzt, was alles weggeworfen wurde, nur weil z.B. die Verpackung außen mit Joghurt verschmiert war, die Form des Gemüses nicht dem Ideal entsprach oder nur 1 Ei von der 10er Packung beschädigt war. Wirklich traurig, bedenkt man, dass in anderen Teilen der Welt viele Menschen nichts zum Essen haben und hungern müssen… Dieses Thema sprengt aber jetzt den Rahmen, deshalb hier unsere Empfehlungen:

Eiweiß

Eiweiß gibt uns Power, deshalb versuchen wir auf gesunde Weise ausgewogen zu kochen. Es gibt also ab und an Eier, Fisch, Fleisch, Nüsse und Kerne. Wir kochen oft Eier hart, die wir dann die nächsten Tage zum Mittag essen.

Vitamine

Neben Landstraßen wachsen oft Obstbäume. Feigen, Apfel, Birnen und Plaumen, Walderdbeeren, Himbeeren und Brombeeren pflücken wir besonders oft. Das mischen wir unter´s Porridge oder machen Obstsalat.

kühlen

Um Lebensmittel kühl zu halten, wickeln wir sie im Camp in unseren Schlafsack ein. Während der Fahrt kommen sie in Dani´s orangene Tonne. Dort ist es dunkel und kühl.

containern

Lebensmittel retten schont den Geldbeutel. Sonst wurden sie umsonst aufwändig produziert und verfrachtet. ACHTUNG - in einigen Ländern ist containern verboten!

Trinken

Trinken ist sehr wichtig, besonders wenn man jeden Tag für mehrere Stunden auf dem Radl sitzt – aber ansonsten natürlich auch 😉 Wir trinken pro Person durchschnittlich 2 bis 5 Liter pro Tag. Je nach Klimazone und Steigung. Zusätzlich benötigen wir noch Wasser zum Kochen, Abspülen, Hände waschen und Zähneputzen. Kommt also schon einiges zusammen. Allerdings schleppen wir in den seltensten Fällen über 10 Liter Wasser am Tag mit uns herum. Dies passiert nur in extremen Regionen, wie in der Wüste, wo wir wissen, dass das Wasserangebot überTage hinweg sehr schlecht ist. Dann kommt unser Wassersack* zum Einsatz. Ansonsten füllen wir öfter am Tag an Quellen Wasser nach. Einmal morgens, zwischen drinnen, wenn es sich anbietet und dann nochmal abends. Uns fällt gerade tatsächlich auf, dass wir innerhalb eines Jahres auf Fahrradweltreise etwa nur 2x Wasser gekauft haben. Dies war in Marokko, jeweils 2x 5 Liter Kanister, da das Wasser in der betreffenden Region extrem gechlort war.  Stellt sich dann natürlich die Frage, was wir trinken, wie und wo wir an unser Wasser kommen und wie wir Wasser sparen. Natürlich sollte stets darauf Acht gegeben werden, ob das Wasser tatsächlich trinkbar ist oder nur zum Abspülen verwendet werden sollte!

einfach fragen

Wir fragen die Einheimischen, wo die nächste Trinkwasserquelle ist, oder ob wir von ihnen etwas Leitungswasser haben können. Oft werden wir von selbst drauf angesprochen (z.B. auf Bergen, bei Hitze oder abgelegenen Routen), ob wir Wasser brauchen.

in Restaurants & Bars

Dort gibt es immer Wasser! Die Mitarbeiter waren - egal in welchem Land - immer sehr freundlich und haben uns immer Leitungswasser gegeben, wenn wir gefragt haben. Dafür mussten wir nicht erst ein Menü bestellen 😉

Kirchen & Friedhöfe

Vor allem In Europa unser absoluter Geheimtipp. Dort gibt es fast ausnahmslos immer Wasser, weil die Pflanzen auf den Gräbern gepflegt werden. Trotzdem beim Abfüllen kurz kontrollieren, ob es erdig schmeckt und trinkbar ist.

fließende Gewässer

Gebirgsbäche haben besonders gutes Trinkwasser. Ansonsten kochen wir auch mal Flusswasser für unseren Tee, oder Reis wenn wir Wassermangel haben sollten. Ungekochtes Flusswasser nutzen wir zum Spülen und Waschen (ohne Seife!)

Magnesium Tabletten*

Wir haben Magnesium Tabletten zum Auflösen in Wasser oder Sticks (nur Pulver, kein Wasser nötig) gegen Muskelkrämpfe dabei. Auch Multivitamin und Vitamin C Brause sind zwischendurch super.

Wasserfilter*

Sollte es weit und breit kein sauberes Trinkwasser geben, haben wir zur Not einen Wasserfilter. Der filtert 99,99% aller bekannten Bakterien. Es gibt auch spezielle Tabletten zur Aufbereitung von Wasser.

frische Minze

Die Natur um uns herum ist reich an Kräutern. Wir finden oft an Flüssen die unterschiedlichsten Minzsorten. Frischer Minzetee schmeckt uns besonders gut.

Brennessel Tee

Brennessel enthält besonders viel Vitamin C und gilt als Heilkraut. Es wächst so gut wie überall. Wir trinken oft Brennessel Tee, aus jungen Brennesseln kann man aber auch Salat machen.

Geschirr säubern*

Wenn wir in der Natur sind, verwenden wir nur biologisch abbaubare Seife oder gar keine. Manchmal wenn kein Wasser da ist, nehmen wir ein Büschel Gras oder eine Handvoll Sand, um unser Geschirr zu reinigen.

Wassersack*

Wir nutzen ihn in trockenen Regionen oder wenn wir längere Zeit an einem Ort bleiben, wo wir keinen Zugang zu Wasser haben. Dort füllen wir nur Wasser rein (keine Säfte etc.). Nach dem Benutzen trocknen wir ihn, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Kochen

Wir lieben das Essen! Vor allem sind wir so gespannt, was uns rund um den Globus an kulinarischen Köstlichkeiten noch erwartet. Leider müssen wir allerdings aus budgetären Gründen unsere Ausgaben gering halten. Das bedeutet, dass wir rund um Europa quasi garnicht Essen gehen. Im asiatischen Raum hingegen gibt es sehr viele Essensstände und die Preise sind meist sehr gut. Dort kommen wir häufiger in den Genuß der lokalen Küche. Ansonsten kochen wir fast täglich selbst. Auch hier haben wir einige Tricks auf Lager.

Camping Kocher*

Wir haben einen Multifuel Kocher, mit dem man mit Benzin, Diesel, Spiritus oder sogar Petrolium kochen kann. Damit sparen wir uns das Geschleppe von lästigen, teuren Gaskartuschen. Benzin gibt es weltweit.

Meerwasser

Es kam schon einmal der Moment, in dem wir am Meer waren, aber kein Süßwasser weit und breit zum Kochen. Kurzerhand haben wir Meerwasser mit unserem Rest Trinkwasser verdünnt. Die Spaghetti waren wirklich gut.

Essen vorkochen

Oft sind wir so müde vom Radeln, dass wir froh sind, wenn wir unser Reste-Essen nur noch einmal kurz aufwärmen müssen. Wir kochen deshalb oft die doppelte Portion oder essen auch mal das Abendessen zum Frühstück.

mit Feuer kochen

Wenn keine Waldbrandgefahr besteht, machen wir uns ein Feuer, auf dem wir auch kochen. Auf glatten großen Steinen legen wir dann unser Grillgut, z.B. Fleisch, Wurst, Maiskolben... Dani baute mal mit Draht und einem Stein einen Schwenkgrill.

Nudeln & Suppe

Aus eins mach zwei. Wenn wir Tortellini kochen, dann meist gleich in Wasser mit Suppengewürz. So haben wir gleich eine Portion Nudeln und eine separate Suppe als Vorspeise.

Gerichte aus einem Topf

Es gibt einfache und tolle Gerichte, die man mit nur einem Topf zaubern kann. Dabei muss man nicht erst z.B. die Nudeln vorkochen, beiseite stellen und dann die Soße zubereiten. Alle Zutaten werden gleich in den einen Topf geworfen und gekocht.

Schlafen

Wusstest du eigentlich, dass ein Großteil der Reisekosten eigentlich nur für die Übernachtung draufgeht? Also die Inanspruchnahme eines Hotelzimmers, in dem man sich tagsüber so gut wie nie aufhält? Um unseren Geldbeutel zu schonen, halten wir unsere Übernachtungskosten so gering wie möglich. Wir vermeiden so gut es geht Hostelaufenthalte und schlafen die meiste Zeit unserer Reise in unserem Zelt* oder in den Hängematten*. Manchmal werden wir unterwegs aber auch eingeladen und dürfen so das Leben der Einheimischen hautnah miterleben. Zudem gibt es noch gewisse Netzwerke, bei denen man Kontakt zu Einheimischen gewinnt und dort umsonst schlafen kann. Wir sehen dies als kulturellen Austausch und somit als eine Bereicherung für uns und andere. Deshalb raten wir jedem dazu, die Gastfreundschaft dieser offenen und unvoreingenommenen Menschen nicht auszunutzen oder es gar als “Hotel for free” zu betrachten! Hier kommen auch Tipps für eine gute Nacht.

Reiseführer*

Wir gehen nie in Hotels. Sehr selten übernachten wir in einem Hostel. Im Reiseführer erhält man oft den Tipp mit günstigen Unterkünften. Vor Ort sehen wir uns genau in dieser Gegend um und entdecken so weitere günstige Übernachtungsmöglichkeiten.

Im Garten

Wir haben schon öfter Einheimische gefragt, ob wir in deren Garten unser Zelt aufstellen dürfen. Die Menschen waren sehr interessiert an uns und unserer Reise. Nicht selten wurden wir sogar ins Haus gebeten und bekamen ein eigenes Zimmer.

Couchsurfing

Dies ist ein Reisenetzwerk, über das man Einheimische kennenlernt und umsonst in deren Heim schlafen kann bzw. selbst bei sich zuhause Reisende einlädt. Leider hat Couchsurfing mittlerweile ein kommerzielles Modell entwickelt und mann muss etwas zahlen, um Mitglied zu sein.

Warmshowers

Ähnlich wie Couchsurfing, allerdings nicht kommerziell, für Radreisende und komplett kostenlos. Eine wunderbare Möglichkeit, um Gleichgesinnte zu treffen und einen direkten Einblick in fremde Kulturen zu erhalten. Darüber haben wir schon viele Freunde gewonnen.

Wildcamping

Nicht überall erlaubt! Wir suchen uns einen abgeschiedenen Ort und machen anschließend alles wieder sauber. Fragen auch oft Bauern, ob wir auf dem Feld übernachten dürfen.

Biwakieren

Damit ist das Übernachten im Freien ohne Zelt gemeint. Auch dies machen wir ab und an. Mal nur mit unseren Schlafsäcken unterm Sternenhimmel oder mit den Hängematten.

Kein Spray im Zelt

Nachts kommen oft ungebetene Blutsauger. Doch Vorsicht beim Einsprühen! Der Wikstoff des Mückensprays zerstört die äußere Zeltschicht. Das Material wird undicht und es regnet dort durch.

Mückenspray* strecken

Melli ist Dani´s natürliche Waffe gegen Mücken. Ansonsten schwören wir auf den Wirkstoff Deet. Wir strecken das Spray (mindestens 60% Wirkstoff) am Schluss mit Wasser. Die Wirksamkeit hat bisher nie nachgelassen.

Reparatur & Schadensbegrenzung

Auch wenn Dani relativ fit ist, was das basteln und reparieren mit Fahrrädern angeht, lernen wir tagtäglich Neues dazu. Nicht immer ist eine Werkstatt in der Nähe oder man hat bei einer Panne nicht das richtige Werkzeug zur Hand. Aber wie heißt es so schön: “Not macht erfinderisch”. Getreu diesem Motto haben wir schon einige Herausforderungen gut gemeistert.

Nähen mit Zahnseide

Sollte ein normaler Faden nicht ausreichen und immer wieder reißen, verwenden wir normale Zahnseide als Nähgarn. Ist stabil und hält super.

Tape & Klebeband

Eine Wunderwaffe, die alles recht gut fixiert. Lässt manchmal etwas zu wünschen übrig, was die Ästhetik angeht, aber ist vorübergehend eine schnelle Lösung.

SEAM GRIP Kleber*

Diesen Kleber haben wir schon für die Reparatur von unseren Fahrradtaschen, Isomatten und anderen Dingen verwendet. Man könnte damit auch das Zelt kleben. Hält super und nur zu empfehlen.

Kabelbinder als Zentrierhilfe

Um kleine 8er aus dem Reifen zu bekommen, nutzt Dani manchmal einen Kabelbinder zum Zentrieren. Er wird am Gepäckträger festgemacht. Wenn der Reifen gedreht wird, sieht man so die Abstände deutlich besser.

Kronkorken für Flip Flop

Dani hat ein Talent für kaputte Flip Flops. Er zieht diese auch magisch an... allerdings findet er grundsätzlich nur herrenlose rechte Schuhe. Lose Zehentrenner fixiert er an einem Ende mit Kronkorken. So halten sie eine ganze Weile.

Gepäckträger* schützen

Dort, wo unsere Taschen am Rahmen oder an Trägern montiert sind, haben wir drunter alten Fahrradschlauch zum Schutz angebracht. Auch unter Rohrschellen haben wir Gummi. So wird der Träger bzw. der Lack nicht beschädigt.

Gewicht der Packrollen

Wenn du hinten an deinem Rad noch eine Packrolle quer unterbringen willst, achte darauf, dass die Last der Rolle nich auf die Packtaschen und somit auf die Halterungen drückt. Am besten ist ein Abstandshalter, wie z.B. ein Korb oder ein Gepäckträger.

Wetter

Grundsätzlich radeln wir bei jedem Wetter – also auch bei Regen oder Schnee. Wenn es jedoch zu stark regnet oder gar anfängt zu hageln, schauen wir natürlich nach einem Unterstand. Hier sind unsere Tipps bei jedem Wetter, bei Sonne, Wind, Regen oder Schnee.

bei Sonnenschein & Hitze

bei Regen

  • in Abständen viel Trinken (nicht alles auf einmal)
  • Hut oder Helm mit Blende schützt den Kopf
  • Wasser über den Kopf gießen
  • Flaschendusche und Radkleidung nassmachen an Quellen / Flüssen
  • Tarp als Sonnenschutz aufspannen
  • Handschuhe oder Socken über Hände, damit kein Sonnenbrand
  • wasserdichte Packtaschen sind besser als nur ein Überzug
  • in Kurven Vorsicht beim Bremsen
  • Rutschgefahr bei Gullideckeln, Gleisen, Kopfsteinpflaster
  • wenn keine Regenkleidung da, dann Müllsäcke aufschneiden

bei Kälte

  • Steine aus dem Feuer in einen hitzebeständigen Sack wickeln und in den Schlafsack packen. VORSICHT! ggf. in mehr Lagen wickeln und überprüfen, ob es durchschmort.

Berge

Eine Bergfahrt, die ist lustig, eine Bergfahrt, die ist schön! Für Dani absolutes Abenteuer und Motivation. Für Melli… naja, sie freut sich, wenn es wieder bergab geht. Klar, mit unserem Gepäck ist das manchmal schon eine kleine Herausforderung. Nichtsdestotrotz wurden wir bisher jedes Mal belohnt, wenn wir wieder über uns hinausgewachsen sind und die zahlreichen Gipfel mit unseren Rädern erklommen haben. Sei es der Hohe Atlas in Marokko oder die Alpenüberquerung. Der Ausbilck jedes Mal war die Mühe wert. Außerdem ziehen wir eine Berglandschaft tatsächlich dem Flachland vor. Der Grund: im Flachland haben wir oft mit fiesem Gegenwind zu kämpfen. Auf die Bergen strampeln wir zwar auch, da hat man aber das Gefühl, man kommt vorwärts und die Vegatation ändert sich ständig.

Sattel & Lenkerhöhe

Ein richtiger Sattel ist Gold wert. Radelt man für längere Zeit bergauf, sollte man diesen und auch die Lenkerhöhe ergonomisch anpassen.

bergab mit Poncho*

Körper gerade aufrichten und ein Poncho bremsen leicht aus. So schonst du deine Bremsblöcke und deine Felgen.

Fahrrad & Equipment

Man muss kein ultra teueres Fahrrad fahren, um von A nach B zu kommen, fahrtauglich muss es sein! 😉 Die Qualität muss vor allem stimmen und deine Abenteuer mitmachen. Sowohl bei der Wahl des richtigen Drahtesels, als auch bei der Ausrüstung hat man die Qual der Wahl. Nicht immer ist dabei das Teuerste auch das Beste. Wir selbst haben Ausrüstungsgegenstände von namhaften Herstellern, zum Teil haben wir Gebrauchtes gekauft oder auch No-Name Artikel. Ein bunter Mix also. Dies sind unserer Meinung nach die wichtigsten Dinge, worauf es ankommt:

Stahlrahmen

Uns war immer klar, dass wir einen Stahlrahmen wollen. Nicht nur weil er stabil und belastbar ist, sondern auch weil er überall auf der Welt repariert werden kann. In Marokko wurde dies nochmal bestätigt, nachdem Dani einen Unfall hatte. Einen Alurahmen hätte man nicht schweißen können.

Organisation in der Tasche*

Jede Tasche beinhaltet Dinge mit einer bestimmten Funktion. Z.B. Campingartikel, alles zum Kochen oder Reiseapotheke und Hygieneartikel. Auch innerhalb einer Tasche haben wir Jutebeutel. Somit wissen wir immer genau, wo sich entwas befindet und müssen nicht lange danach suchen.

Route

When route becomes destination – der Weg ist das Ziel! Wir selbst haben keine bis ins Detail durchgeplante Route. Wir wissen grob, in welche Richtung wir wollen und haben unterwegs ein paar Orte, die wir ansteuern wollen. Allerdings schadet es nicht, wenn man ungefähr weiß, welche Strecke man die nächsten Tage entlang radelt. Jeden Tag bekommen wir auch neue Vorschläge und Empfehlungen von Einheimischen oder Leuten, die an bestimmten Ecken der Welt schon unterwegs waren. Wichtig sind für uns folgende Fragen: Gibt es dort große oder kleine Straßen? Ist der Aspahlt gut oder handelt es sich um einen steinigen Pfad? Gibt es Höhenunterschiede? All das sind Faktoren, die deine Reisegeschwindigkeit beeinflussen können. Hier geben wir Tipps, was für uns für die Routenplanung wichtig ist und welche Tools sich dafür besonders bewährt haben.

EuroVelo

Die EuroVelo ist ein Radnetz, das Routen bzw. Radfernwege in ganz Europa vorgibt, die besonders für Radfahrer sehr angenehm zu fahren sind.

Waymarked Trails

Dies ist eine Open Source Map, in welcher nicht nur Radwege, sondern auch Wander- und Reitwege auf der ganzen Welt verzeichnet.

OSM2Garmin

Download von OpenStreetMap-Daten für den gesamten Planeten, aktualisieren vorhandener Planetendaten, aus der SRTM3-Datenbank generierte Geländekonturen. All das bietet OSM2Garmin und erstellet daraus in einem Schritt Garmin-kompatible Karten.

OpenFietsMap

OpenFietsMap ist eine kostenlose routingfähige Fahrradkarte für Garmin GPS-Geräte. Die Karte basiert auf Daten von openstreetmap.org. OpenStreetMap stellt jedem, der sie möchte, kostenlose geografische Daten wie Straßenkarten zur Verfügung.

MAPS ME

Ist eine App, die Offlinekarten mit OpenStreetMap Daten für die ganze Welt bereitstellt. Für "simples" Routing zwischendurch ganz nützlich.

OSM Kukuk

Fertige OpenStreetMap Karten für Garmin Geräte zum Download. Teilweise mit Bicycling-, ÖPNV-, SRTM- oder Wanderwege-Layer.

Einen extra Artikel zum Erstellen von Karten oder wie wir unser Routing machen, wird es in Zukunft noch geben. Hast du vielleicht noch Empfehlungen, die wir hier auflisten sollten? Schreib uns.

Kommunikation

Kommt dir irgendetwas Spanisch vor? Vielleicht helfen dir ja unsere einfachen Tipps zur Verständigung. Wir selbst sprechen Deutsch, Englisch, schlechtes Französisch, noch schlechteres Spanisch und wenige Brocken Arabisch. Wir versuchen in jedem Land, das wir gerade bereisen, ein paar Worte in der jeweiligen Landessprache zu lernen. Zumindest ein “Hallo”, “Tschüss”, “Danke”, “Ja” und “Nein”, sollte unserer Meinung nach drin sein. Für uns sind auch die Wörter für “Wasser” und “Brot” bzw. “Essen” besonders wichtig.

mit Händen & Füßen

Pantomime als Alternative. Wenn alles nichts hilft und die Sprachbarrieren groß sind, halfen noch immer das Reden mit Händen und Füßen. Bei einigen Ländern kann allerdings ein Kopfnicken "Nein" oder ein Schütteln "Ja" bedeuten.

Ohne Wörter Buch*

Äußerst nützliches kleines Bilderbuch für alles Wichtige auf Reisen. Enthält alle mögliche Kategorien, vom Einkaufen bis hin zu Notfällen und Krankheit. Sorgte bei uns schon im marokkanischen Hinterland für große Lacher.

Google Translate

Google hat eine sehr nützliche Übersetzungs-App. Wenn man Internetzugang hat, können sogar gesprochene Worte und per Bilderkennung direkt übersetzt werden. Wenn man sich zuvor die betreffende Sprache herunterlädt, steht einem der Eingabetext auch offline zur Verfügung.

ausländische SIM

Wir haben beide Handys mit jeweils 2 SIM Karten Slots. So können wir unsere heimische SIM behalten und zusätzlich noch im Ausland eine zweite Karte ins Handy stecken, wenn wir länger durch ein Land reisen. Meist sind dort die Kosten für die Anschaffung sehr überschaubar.

Sicherheit

Hier wollen wir vor allem darauf anspielen, wie wichtig es ist, im Verkehr als Radfahrer aufzufallen. Oft geht es in Großstädten sehr hektisch zu oder Straßen werden sehr kurvig und unübersichtlich. Um sich und andere nicht zu gefährden, haben wir ein paar Maßnahmen, die wir ergreifen. Nicht nur auf der Straße kann es mal brenzlig werden, sondern auch in der freien Natur.

Abstandshalter & Fahne

Auch wenn in Deutschland nun 1,50m Abstand zum Fahrrad gilt. Andere Länder kennen das nicht. Mit einer seitlichen Fahne halten die Fahrer mehr Abstand zu uns.

Sirene

Besonders vor engen Kurven oder Serpentinen hupen wir, damit der Gegenverkehr weiß, dass wir kommen und unsere Fahrbahn nicht geschnitten wird.

Helm*

Wir schützen unseren Kopf mit speziellen Helmen, bei denen bestimmte Rotationskräfte abgefangen werden, wodurch Gehirnverletzungen reduziert werden.

Warnkleidung

Bei schlechtem Wetter, wie z.B. Regen, Nebel oder eben bei viel Verkehr, kommt unsere Warnweste bzw. unsere neongelbe Regenkleidung zum Einsatz.

Spiegel*

Wir können uns das Radeln nicht mehr ohne unsere Rückspiegel vorstellen. Damit haben wir auch alles im Blick, was hinter uns passiert.

aggressive Hunde

Wir bleiben stehen und rasen nicht vor Angst davon. Das steigert sonst den Jagdtrieb. Meist reicht es auch schon anzudeuten, einen Stein zu werfen.

Gesundheit

Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Auch auf Reisen sollte man sich unbedingt vorher gesundheitlich absichern und ggf. vom Hausarzt untersuchen lassen. Sind z.B. Impfungen notwendig? Was macht man bei Stichen? Unsere separate Packliste für die Reiseapotheke, kannst du hier nachlesen.

Auslandskrankenversicherung*

Macht durchaus Sinn, wenn du für längere Zeit unterwegs sein solltest. Kosten für eine medizinische Standard Behandlung und Medikamente werden so übernommen. Wir haben eine Langzeitversicherung bei der HanseMerkur abgeschlossen.

Impfungen

Checke am besten vor Reiseantritt bei einem Reisemediziner, ob du Impfungen benötigst oder auffrischen lassen solltest. Einige Kassen wie z.B. die Techniker oder die Barmer, übernehmen sogar einen Teil bzw. komplett die Impfkosten für deine Reise.

Wespenstiche

Bienen- oder Wespenstiche sind sehr unangenehm. Wir saugen das Gift sofort aus der Einstichstelle, spucken es aus und spülen danach den Mund aus. Anschließend kommt Knoblauch oder Zwiebel gegen die Schwellung drauf. Die Zwiebel hat eine leicht desinfizierende Wirkung. Aloe beruhigt übrigens auch alle Arten von Hautirritationen.

Geld & Dokumente

Wechselkurse checken

Wechsele dein Geld nicht gleich bei der erstbesten Wechselstube. Checke vorher die Kurse, die Unterschiede von Stube zu Stube können sehr hoch ausfallen.

DKB Kreditkarte*

Als Neu- oder Aktivkunde erhält man eine kostenlose Kreditkarte, mit der man weltweit kostenlos zahlen und an Automaten mit dem VISA -Logo kostenlos Geld in der Landeswährung abheben kann.

2. Reisepass

Manchmal dauert es ewig ein Visum zu beantragen, der Reisepass ist dann für längere Zeit nicht greifbar. Oder bei Grenzübergängen zu manchen Ländern wird man abgewiesen, wenn der Stempel eines falschen Landes im Pass ist (Bsp. Einreise in ein arabisches Land und Israel Stempel). Bei berechtigtem Interesse kann also ein Zweitpass beantragt werden.

Dokumente auf USB

Wichtige Dokumente, wie z.B. Ausweiskopien, Kopie vom Impfpass, Nachweis über Auslandskrankenversicherung usw. speichern wir auf einem USB Stick.

when route becomes destination

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