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NEWS Update Oktober 2021

Lesezeit: 2 Minuten

Die härteste Etappe während 2 Jahren Weltreise!

Während unserer Zeit in Georgien haben wir schon ziemlich viele schöne Ecken kennengelernt und den Hohen Kaukasus erkundet. Also wollten wir jetzt auch durch den kleinen  Kaukasus radeln. Wir sind bei weitem schon schlimmere Straßen geradelt, die den Namen „Straße“ wohl nicht mal verdient hätten oder haben uns steilere Wege raufgekämpft… Aber das hier stellte alles in den Schatten. Die Landschaft war wieder unbeschreiblich schön, aber das Wetter grauenhaft schlecht! Es regnete in Strömen und dazu kam noch dichter Nebel. Unser komplettes Equipment versagte, von den Taschen bis zur Kleidung – alles nicht mehr wasserdicht…

Es war richtig kalt und wir bis auf die Unterhosen klatsch nass. Nach langer Suche fanden wir auf einem Pass leer stehende Schäferhütten, in denen wir uns 2 Nächte einquartierten um einigermaßen trocken und nicht krank zu werden. Ein Happy End gab es dann doch noch:
Wir wurden von 3 Georgiern entdeckt, die uns prompt auf eine deftige Brotzeit mit Puri, Wurscht, Käse und selbstgemachten Wein einluden. Am nächsten Tag verzog sich der Nebel und wir hatten eine schöne Abfahrt – mit Ende an der überhaupt erst dritten bezahlten Unterkunft auf der gesamten Weltreise. Haben wir uns verdient, würden wir sagen 😉

Frisch, gestärkt und trocken machten wir uns dann auf den Weg nach Vardzia, wo wir eine Höhlenstadt besichtigen wollten. Wir folgten einem Flusslauf und waren sprachlos von der schönen Landschaft um uns herum. Es ging zwar stets nach oben, aber die Umgebung entschädigte das vollkommen. Als wir in Vardzia ankamen, waren wir überrascht. Der Ort bestand nur aus einer Handvoll Häusern und weit und breit konnten wir keine Touristen entdecken. Musste wohl an dem weiterhin bewölktem Wetter liegen… Da es schon gegen Abend zuging, nahmen wir uns die Höhlenstadt für den nächsten Tag vor und steuerten deshalb erstmal eine heiße Quelle an. Dort gab es sogar ein Poolhaus und wir dümpelten wohlig warm im Becken umher. Das Gefühl war einfach super, uns im natürlich warmen Wasser nach einem weiteren Radtag über den Kleinen Kaukasus zu entspannen.

Am nächsten Tag ging es dann in die Höhlenstadt. Besucher gab es nur wenige, also konnten wir die Höhlen ganz in Ruhe erkunden. Leider gab es keine Erklär-Tafeln, man musste sich also einen Guide oder Audio-Guide besorgen, um etwas mehr über die Geschichte des Ortes zu erfahren. Die Höhlenstadt wurde im 12. Jahrhundert gegründet und diente etwa 2.000 Mönchen als Höhlenkloster. Es war vorgesehen, dass auf 13 Stockwerken etwa 50.000 Menschen leben konnten, aber ein Erdbeben ließ das ganze Konstrukt auf nur noch ein Viertel schrumpfen. Heute leben noch einige Mönche im Kloster und es werden auch täglich Messen in der Kirche abgehalten. In der Türkei hatten wir schon einmal eine Untergrundstadt in Kappadokien besucht. Diese hier in Georgien war nicht weniger eindrucksvoll.

Liebe Grüße von unterwegs
Melli & Dani

Wir sind zur Zeit auf einer 5 jährigen Weltreise mit dem Fahrrad! Komm mit auf Social Media und wir entdecken zusammen die Welt.

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