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Nachhaltigkeit & (Outdoor) Kleidung – Wie Chemikalien die Umwelt gefährden und Tipps, was jeder dagegen tun kann

Dieser Artikel enthält Werbung und Provisionslinks. Mehr dazu erfährst Du am Ende diesen Artikels.

Lesezeit: 10 Minuten

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, woher deine Kleidung eigentlich kommt? Wie und wo wurde zum Beispiel dein Lieblingsshirt produziert? Oder wie hat deine Regenjacke den Weg zu dir in den Schrank gefunden? Heutzutage spricht man immer öfter von “Nachhaltigkeit” und dem “Schutz unserer Umwelt”. Aber was bedeutet das denn nun genau in Bezug auf die Produktion von unserer täglichen Garderobe und Outdoor Kleidung?

In diesem Beitrag versuchen wir zu zeigen, warum die Produktion vor allem von High-Tech Outdoor Kleidung meistens wenig umweltfreundlich ist. Aber es gibt auch eine Reihe von Alternativen nachhaltiger Kleidung. Zum anderen nennen wir dir einige Tipps, wie du selbst aktiv werden kannst. Zu guter Letzt stellen wir dir ein paar Firmen vor, die Wert auf Nachhaltigkeit legen und bei der Herstellung ihrer Kleidung besonders auf unsere Umwelt achten.

Wenn du keine Lust hast, den gesamten Artikel zu lesen, kannst du hier direkt zu unserem Fazit übergehen. 😉

Wir sind so ziemlich bei jedem Wetter mit unserem Fahrrad unterwegs. Dabei macht es fast keinen Unterschied, ob der Wind geht, es regnet oder schneit. Gerade bei solchem Wetter ist man froh, wenn man Kleidung hat, die wetterfest ist. Aber hast du denn schon einmal genauer darüber nachgedacht, aus was deine Kleidung eigentlich besteht?

pflanzliche und tierische Naturfasern

Chemiefasern

Allgemein unterscheidet man textile Rohstoffe, wie z.B. Naturfasern (Baumwollfaser, Wolle, Fellhaare, Flachsfaser, Hanffaser oder Seide) und Chemiefasern (Viskose, Lyocell, Polyester oder Polyamid) von nicht textilen Rohstoffen (Leder, Federn oder Schuppen). Die letzteren werden  erst durch verschiedene Verfahren zu Garn, Gestricke oder z.B. Filze weiterverarbeitet.

Auf einem kleinen Zettelchen auf der Innenseite der Kleidung wird genaue Auskunft über die verwendeten Materialien gegeben. Wirf doch mal einen Blick auf ein paar Shirts in deinem Schrank, du wirst überrascht sein, was du alles an Stoffen findest.

Etwa 70% der Kleidung von Deutschen besteht aus Synthetik Fasern, wie z.B. Polyester, Polyamid, Polyacryl oder Viskose. Ungefähr 25% der Kleider sind aus dem Naturmaterial Baumwolle, welches zum größten Teil aus Zellstoff besteht.

Warum wird bei der Kleidungsproduktion die Umwelt geschädigt?

Für die Herstellung von Textilien werden u.a. Chemikalien verwendet, die die Stoffe einfärben und die Materialeigenschaften verbessern sollen. Schon bei der Herstellung gelangen so giftige Chemikalien in Flüsse, Seen und sogar ins Grundwasser, wenn die Abwasserbehandlung ungenügend ist. Dadurch werden Tiere, Pflanzen und wir Menschen gesundheitlich geschädigt. Auch bei der Verarbeitung von Baumwolle werden Pestizide für den Anbau, Chemikalien für die Weiterverarbeitung und sehr viel Wasser eingesetzt. Für 1kg Baumwolle benötige man so laut Umweltbundesamt etwa 200 Badewannen voller Wasser. Die wahnsinnigen Wassermengen hierfür sind z.B. auch der Grund für die Austrocknung des Aralsees in Usbekistan.

Aber auch beim Waschen von chemischen Fasern, wie Elastan oder Polyester, wird die Umwelt geschädigt. Werden die Chemiefasern gewaschen, werden die Fasern abgerieben und verursachen so Mikroplastik.

Das Problem bei wasserfester Kleidung

Um Outdoor Kleidung wasserfest zu machen, werden oft per- und polyfluorierte Chemikalien verwendet, die man als PFC bezeichnet. Die Haupteigenschaft und Funktion der PFC ist genau das, was eigentlich gute Outdoor Kleidung ausmacht: Sie lässt Wasser und Schmutz bzw. Öl von der Kleidung abperlen und wird deshalb zum Imprägnieren verwendet. Bei der Herstellung von wasserdichter Kleidung werden jedoch PFC-Moleküle freigesetzt, die dann in die Luft oder in das Meerwasser gelangen. Sogar in abgelegenen Seen oder Bergen hat man in Wasser- bzw. Schneeproben Spuren von PFC gefunden. Zudem zerfallen sie sehr langsam und verbleiben über Jahrzehnte in der Natur. PFC konnten auch im Trinkwasser, Blut und der Muttermilch nachgewiesen werden. Bei Tieren konnten Leberschäden nachgewiesen werden, auch für Menschen sind die Stoffe nicht ungefährlich. Manche dieser Chemikalien sollen sogar krebserregend sein und einen negativen Effekt auf das Hormonsystem haben. Im Übrigen werden in der Industrie die PFC nicht nur für Outdoor Kleidung, sondern auch für die Herstellung von Campingausrüstung, wie z.B. von Zelten, Wanderausrüstung, Rucksäcken oder Schuhen verwendet.

Greenpeace Studie

Greenpeace hat eine Studie durchgeführt, die aus PFC hergestelltes Outdoor Equipment untersuchte und veröffentlichte die Ergebnisse dazu im Jahr 2016. Dabei wurden Marken wie z.B. Jack Wolfskin, Mammut, North Face, Salewa oder VAUDE unter die Lupe genommen. Man testete  40 verschiedene Produkte aus den Kategorien Jacken, Hosen, Schuhe, Rucksack, Schlafsack, Zelt und Handschuhe. Lediglich 4 Produkte waren frei von PFC. Dies waren eine Jacke von VAUDE sowie von Jack Wolfskin, ein Rucksack von Haglöfs und Handschuhe von North Face.

Diese Ergebnisse regen uns zum einen sehr zum Nachdenken an. Wir hätten nicht gedacht, dass so viele Testprodukte von wirklich namhaften Herstellern besorgniserregende Stoffe enthalten. Zum anderen zeigen diese Ergebnisse aber auch, dass es sehr wohl möglich ist, Outdoor Equipment frei von PFC herzustellen. Greenpeace fordert nun von den Unternehmen ganz auf die Verwendung von PFC in Konsumgütern sowie auch Textilien zu verzichten. Dieser Ansicht sind auch rund 200 Wissenschaftler aus 38 Ländern.

Grenzwerte

In der EU gibt es bestimmte Vorschriften über die Verwendung von Stoffen bei der Herstellung von Kleidung, Schuhen oder anderen Textilien. Dabei gelten Beschränkungen bei der Verwendung von Chemikalien, die Krebs verursachen oder die Fortpflanzungsfähigkeit einschränken. Diese Vorschriften sind in der REACH-Verordnung verankert. Darin sind Grenzwerte für gewisse gesundheitsschädigende Stoffe festgehalten. Wenn die Werte in der Kleidung und in Textilien den Höchstwert überschreiten, darf das Teil in der EU nicht verkauft werden. Dies gilt unabhängig davon, ob der Produktionsursprung in der EU liegt.

Was können wir für unsere Umwelt tun?

Jeder einzelne von uns kann einen Beitrag dazu leisten, in Bezug auf unsere Kleidung nachhaltig zu handeln. Möchtest du dir etwas neues zulegen, hilft es oft sich vorher über das neue Stück zu informieren. Man kann sich bewusst für alternative Materialien entscheiden, die keine Chemiekeule zur Produktion benötigen. Eine kleine Auswahl von umweltfreundlichen Stoffen siehst du unten aufgelistet. Eine andere Frage ist, wo wurde es produziert? Ist es ein Erzeugnis aus der Umgebung, aus Deutschland, Europa oder musste es lange durch die Weltgeschichte reisen, bis es im Verkaufsraum landete. Für den Kauf neuer Kleidung sowie für deine aktuelle Garderobe haben wir einige Tipps.

Welche Materialien sind umweltfreundlich?

Es gibt einige umweltfreundliche Naturmaterialien, die bei der Herstellung eine gute Ökobilanz zeigen. Auch gibt es Alternativen, um Kleidung wasserdicht zu machen.

Tipps für den Kauf neuer Kleidung

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Du solltest dich immer fragen, ob der Kauf eines neuen Kleidungsstücks überhaupt notwendig ist. Vielleicht gefällt es dir bald nicht mehr, es kommt aus der Mode, oder du befindest dich einfach nur im Kaufrausch? Laut einer Umfrage von Greenpeace werden rund 40% der Bekleidungsstücke unserer aktuellen Garderobe aussortiert, weil es einem nicht mehr gefällt. Vielleicht ist es ja auch nicht unbedingt notwendig eine High End Outdoorjacke zu tragen? Denn je mehr Funktionen ein Kleidungsstück haben soll, desto mehr Chemie wird meist für die Herstellung verwendet. Wenn du also eine einfache Bergwanderung unternehmen willst, ist wahrscheinlich eine Expeditionsjacke eher nichts für dich.

Weiter oben haben wir bereits auf umweltfreundliche Materialien verwiesen. Merinowolle und Loden stehen  für uns beispielsweise hoch im Kurs. Nachfolgend haben wir einige Tipps aufgelistet, wie du beim Kauf von neuer Bekleidung die Umwelt und somit auch Nachhaltigkeit unterstützt.

Beachte Textil Siegel

Viele Kleidungsstücke haben ein Siegel auf ihrem Etikett. Diese Siegel sollen gute Sozial- und Umweltstandards garantieren. Das bedeutet, dass z.B. an die Arbeiter faire Löhne gezahlt werden und durch die Verarbeitung der Textilien die Umwelt geschont wird. Bei Baumwollkleidung sollte auf die Bio-Qualität (organic cotton) geachtet werden. Sie sollte aus kontrolliert ökologischem Anbau sein, denn dort ist es verboten synthetische Pestizide und Düngemittel einzusetzten. Es dürfen auch keine gentechnisch veränderten Pflanzen verwendet werden.

Die folgende Auflistung zeigt einen Überblick über einige besonders empfehlenswerte, sozialverträgliche und umweltfreundliche Siegel:

Grüner Knopf

staatliches Siegel für ökologisch und sozial verträgliche Kleidung

Wenn man sich nicht sicher ist, ob die verwendeten Materialien besonders besorgniserregende Chemikalien aufweisen, kann man die App “Scan4Chem” des Bundesumweltamtes nutzen. Dabei wird der Barcode gescannt und eine Abfrage an den Hersteller gesendet. Auch die Seite Siegelklarheit gibt Aufschluss darüber, was genau bewertet wird und wofür die einzelnen Siegel stehen.

Setze auf recycelte Materialien

Wie wir ja schon erwähnt haben, besteht ein Großteil der Kleidung aus synthetischen Stoffen, wie z.B. Polyester. Eine ressourcenschonende Möglichkeit ist es bespielsweise auch Kleidung mit recyceltem Polyester zu kaufen. Dabei werden oft PET-Flaschen eingeschmolzen, was etwa 50% weniger Energie verbraucht und auch 50% weniger CO2 ausstößt. Ein weiteres Problem ist Plastik, welches achtlos im Meer landet, zersetzt sich meist erst nach 700 Jahren und es enstehet feines Mikroplastik, welches die Meerestiere fressen. Mittlerweile gibt es Kleidung, die aus Meeresmüll und Fabrikresten hergestellt wird. Welche Unternehmen solch eine Kleidung anbieten, siehst du weiter unten.

Tipps für den Gebrauch alter Kleidung

Gibt es nachhaltig produzierende Unternehmen?

Nach den Ergebnissen der Studie von Greenpeace haben viele Unternehmen angekündigt, ihre Produktion von Outdoor Kleidung umzustellen und auf die Verwendung von schädlichen Chemikalien zu verzichten. Dabei sei es allerdings schwierig alternative Materialien zu finden, die umweltfreundlich sind und gleichzeitig ihre Eigenschaften nach mehrmaligen Waschen nicht verlieren. Dennoch gibt es einige Firmen, die sich in den letzten Jahren verstärkt um eine nachhaltige Produktion von Outdoor Kleidung bemühen.

Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit in der Produktion von Outdoor Bekleidung in Deutschland. VAUDE* fertigt funktionelle, umweltfreundliche Produkte aus nachhaltigen, ausschließlich PVC-freien Materialien, veröffentlicht jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht uvm.

Das Münchner Unternehmen Triple2* stellt Fahrradbekleidung her. Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe, wie z.B. Merinowolle von zertifizierten Händlern, die die Schafe artgerecht und ohne Mulesing halten. Außerdem Verwendung von recycelten Materialien aus Europa.

Wenn du über unseren Gutscheincode E5F1E399 bei www.triple2.de* einkaufst, erhältst du 10% Rabatt auf deinen Warenkorb. Gleichzeitig kannst du uns damit unterstützen, da wir dann eine Provision bekommen.

Die deutsche Fimra Pyua stellt  Outdoor Bekleidung aus recycelten und recycelfähigen Polyester-Materialien her. Verwendet alte Kleidungsstücke, die recycelt und zu neuer Outdoor Kleidung weiterverarbeitet werden. Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe und recycelter Materialien aus Europa sowie eine umweltfreundliche Verpackung.

Ist zwar kein deutsches Unternehmen, wollen wir aber trotzdem erwähnen, da es weltweit zu den fortschrittlichsten Firmen bezüglich nachhaltiger Outdoor Kleidung zählt:
Vorreiter der Outdoor Bekleidung in Amerika und gilt als Pionier in Sachen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Recycling. Alte Kleidungsstücke werden zurückgenommen, recycelt und für neue Outdoor Bekleidung verwendet. Patagonia unterhält zudem Förderprogramm für Umweltaktivisten uvm.

Tierra ist eine schwedische Firma von Outdoor Bekleidung, die recycelbare Materialien verwendet sowie Abfallprodukte bei der Produktion verwertet. Verwendung von Merinowolle nur von zertifizierten Händlern, die die Schafe artgerecht und ohne Mulesing halten.

Wir selbst tragen Kleidung von VAUDE* sowie Triple2* und sind bis jetzt sehr glücklich damit! Mit einem guten Gewissen können wir diese nachhaltig und fair produzierte Funktionskleidung empfehlen, deren Hersteller auf transparente Prozesse und Umweltbewusstsein setzen.

Die Wahl unserer Kleidung

Wir haben uns zu Beginn sowie während unserer Reise immer mehr Gedanken darüber gemacht, welche Ausrüstungsgegenstände wir wirklich benötigen und was uns dabei besonders wichtig ist. Wir sind wirklich besonders stolz mit den nachfolgenden Unternehmen zusammenzuarbeiten. Hierfür haben wir nur Firmen ausgewählt, die unserer Meinung nach von der Unternehmensphilosophie und den angestrebten Werten gut zu uns passen.  Denn sie zeichnen sich besonders durch ihren Nachhaltigkeitsgedanken aus und leisten so einen wichtigen Beitrag zu unserer Umwelt. Wir können unsere Outdoor Kleidung also guten Gewissens tragen und empfehlen. Gerne tragen wir Kleidung von VAUDE, die zu einer der bekanntesten Marken in Deutschland zählt und bereits viele Preise aufgrund der ökofreundlichen Produktion gewonnen hat. Daneben haben wir aber auch absolute Lieblingsteile von Triple2 und Petromax. Diese Marken sind etwas weniger bekannt, dennoch können wir euch die Bekleidung nicht zuletzt wegen der nachhaltigen Materialien besonders ans Herz legen.

Triple2

Triple2* ist ein Hersteller von Radbekleidung, der vollkommen auf nachhaltige Materialien setzt. Triple2 zeichnet vor allem die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe und recycelter Materialien aus Europa sowie eine umweltfreundliche Verpackung aus. Für unsere Bekleidung wurde nur Merinowolle, recyceltes Nylon aus alten Fischernetzen, recyceltes Polyester aus PET Flaschen oder zertifizierte Baumwolle verwendet und auf PFC gänzlich verzichtet. Wir sind sehr froh, mit Triple2 eine Firma gefunden zu haben, die sehr gut zu uns passt und der sehr viel an Nachhaltigkeit liegt. Außerdem müssen wir ehrlich gestehen: Das Design der Fahrradkleidung gefällt uns sehr gut, ist sportlich und dennoch zeitlos schick! Mit unserem Gutscheincode* “E5F1E399” kannst du 10% Rabatt auf deinen Warenkorb bei www.triple2.de* erhalten.

Meeresmüll

Unsere Trikots und Radhosen sind teilweise aus recyceltem Meeresmüll.

Merinowolle

Unsere T-Shirts, Socken, Zipper und Pullover sind aus Merinowolle.

PET Flaschen

Unsere Westen und wasserdichten Packsäcke sind aus recycelten PET Flaschen.

Triple2 hat eine große Auswahl von stylischen Kleidungsstücken. Nicht nur klassische Trikots werden angeboten, sondern auch für alle Jahreszeiten Jacken, Hosen, Socken, Schals uvm. Das Besondere der Kleidung sind jedoch die Materialien, aus denen sie hergestellt sind.

Unsere leichten Westen wurden z.B. zum Teil aus Merinowolle und recycelten PET Flaschen hergestellt. Die Merinowolle isoliert und hält warm, wobei das recycelte Polyester die Weste besonders schnell trocknen lässt und die Feuchtigkeit nach außen transportiert.

Unsere Trikots und Radhosen sind aus recyceltem Nylon, genauer gesagt aus Meeresmüll, wie z.B. aus geborgenen alten Fischernetzen, die anschließend aufbereitet wurden. Weitere Kleidungsstücke, wie unsere Socken und Pullover, sind aus Merinowolle. Sie sind sehr angenehm zu tragen, denn die Merinowolle kühlt, wenn es warm ist, wärmt, sobald es kalt ist und ist schmutz- und wasserabweisend. Das liegt an der natürlichen Eigenschaft der Wolle. Selbst wenn wir stark schwitzen, riecht die Kleidung nicht ganz so arg, wie andere Kleidungsstücke. Triple2 garantiert Mulesing freie, zertifizierte Merinowolle. Mulesing ist eine äußerst grauenvolle Methode, Schafe von Fliegenmaden zu befreien. Dabei wird dem Schaf ohne Betäubing Haut vom After entfernt, wo die Maden sitzen. Bei den Partnern von Triple2 wird diese Methode nicht angewendet, sondern die Schafe häufiger geschoren, gesäubert und medizinisch behandelt. Alle Teile, die Merinowolle enthalten, werden in einer durch den RWS (Responsible Wool Standard) zertifizierten Produktion gefertigt.

Was wir sehr an Triple2 schätzen, ist der Nachhalitgkeitsgedanke und die völlige Transparenz der verwendeten Materialien der Kleidung. Auch gibt Triple2 auf seiner Webseite* viele Infos dazu, welche Materialeigenschaften wofür verwendet werden, oder wie die Kleidung gepflegt wird.

Petromax

Petromax ist ein Unternehmen, dass sich mit Tradition und Leidenschaft den Bereichen Feuer, Licht, Campingleben und Survival verschrieben hat. Wir tragen nachhaltig gefertigte Lodenbekleidung, die uns zuverlässig vor Wind, Regen und Funkenflug schützt. Das Material besteht aus 100% gewalkter Schafschurwolle und ist geruchshemmend, extrem robust und atmungsaktiv. Perfekt für unsere Campingabenteuer während unserer Fahrradweltreise.

Loden

Unsere Jacken sind aus Loden, also 100% gewalkter Schurwolle vom Schaf gefertigt. Auch Petromax garantiert für eine mulesingfreie Behandlung der Schafe. Der Stoff ist nachhaltig und ohne weitere Zusätze gefertigt.

Unsere Outdoorjacken aus Loden eignen sich super für alle Aktivitäten, die man draußen genießen kann. Loden ist wind- & wasserfest sowie sehr atmungsaktiv, weswegen wir sie oft beim Radeln anhaben, wenn es etwas kühler ist. Bis jetzt haben unsere Jacken tatsächlich nie nach Schweiß gerochen, egal wie verschwitzt wir waren. Wir tragen sie auch gerne abends am Lagerfeuer. Funkenflug kann den Jacken nichts anhaben. Im Winter nutzen wir sie entweder als Unterjacke oder ziehen sie über eine leichtere Jacke drüber.

Fazit

Klar, diese einmalige Reise mit dem Fahrrad um die Welt machen wir in erster Linie für uns. Gleichzeitig war und ist es uns jedoch sehr wichtig, mit unserer Reise ein Bewusstsein für die Verantwortung und einen ökologischen Fußabdruck zu schärfen, um nachfolgenden Generationen eine artenreiche und gesunde Heimat zu hinterlassen. Zum einen wollen wir mehr Aufmerksamkeit auf das Fahrrad lenken und die Menschen dazu ermutigen, mehr das Fahrrad anstatt des Autos zu nutzen. Betrachtet man unsere Reise als Ganzes, spielt dabei allerdings nicht nur unsere Art des Reisens eine Rolle. Auch alles, was damit zusammenhängt, z.B. unsere Ausrüstung und Kleidung, ist wichtig und kann einen erheblichen Einfluss auf unsere Umwelt haben. 

Leider werden immer noch sehr viele Kleidungsstücke mit Hilfe giftiger Chemikalien (wie der PFC) hergestellt, wobei die Stoffe ins Grundwasser gelangen und gesundheitliche Schäden anrichten können. Sie verbleiben meist über Jahrhunderte in unserer Umwelt und können nicht abgebaut werden. Hinzu kommt, dass die sozialen Arbeitsbedingungen äußerst miserabel sind und der Transportweg einmal um den Globus führt. Durch das Beachten von bestimmten Siegeln kannst du beim Kauf sicher sein, dass soziale und umweltfreundliche Standards eingehalten wurden. Auch kannst du dich bewusst für naturfreundliche Alternativen entscheiden, wie z.B. Loden, Merinowolle sowie Viskose oder auf recycelte Materialien setzen. Überlege dir, ob deine alte Kleidung nicht getauscht oder verschenkt werden kann. Eventuell kreierst du durch upcycling dein neues Lieblingsteil? Es gibt viele Möglichkeiten aktiv zu werden und so unsere Umwelt nachhaltig zu gestalten.

Wir hoffen, dass wir euch mit diesem Artikel etwas mehr Licht ins Dunkel gebracht haben, was die Produktion von Kleidung im Umkehrschluss für die Umwelt und uns bedeutet. 🙂

Wir sind zur Zeit auf einer 5 jährigen Weltreise mit dem Fahrrad! Komm mit auf Social Media und wir entdecken zusammen die Welt.

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