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Strom auf Radreisen

Lesezeit: 9 Minuten

Planst du eine längere Reise mit dem Fahrrad? Fährst du durch Regionen ohne stabilen Zugriff auf das Stromnetz oder einen Generator? Fragst du dich, wie lange du ohne Strom auskommst?

Dann bist du hier genau richtig! In diesem Artikel zeigen wir dir, wie genau das mit dem Strom auf Radreisen funktioniert und welche Erfahrungen wir mit unserer Stromversorgung unterwegs gemacht haben. Wir erläutern dir eine Möglichkeit, wie du deinen Energiebedarf ermittelst, wie du diesen Bedarf decken kannst und letztendlich deinen Autarkiegrad berechnest. In wenigen einfachen Schritten erfährst du, wie lange du ohne einen Netzanschluss auf dem Fahrrad unterwegs sein kannst und was du dafür nutzen kannst.

Zunächst wäre es sinnvoll zu überlegen, wie du überhaupt reist. Wirst du jeden Abend eine Steckdose zur Verfügung haben oder nicht? Ist es schlimm, wenn du mal einen Tag keine Anbindung zum Stromnetz hast? Hast du in diesem Fall größere Ausfälle zu erwarten? Wenn z.B. dein eBook Reader mal nicht geht, ist das akzeptabel – lästig aber aktzeptabel. Wenn hingegen deine Kamera nicht funktioniert, ärgerst du dich wahrscheinlich schon sehr. Du kannst keine Fotos und Videos machen, aber auch das wäre notfalls noch vertretbar. Wenn hingegen dein Navi ausfällt, hast du je nach Region vielleicht ein größeres Problem. Das ist zwar auch überwindbar, aber durchaus sinnvoll, die Geräte zunächst nach Priorität und Art der Auswirkung bei einem Ausfall zu sortieren. Überlege dir also erst einmal, wie du reist, welche Geräte du überhaupt hast und wie wichtig diese sind.

Einzelbedarf

Schritt 1: Zusammenstellung deiner Liste
In dieser Tabelle siehst du unsere elektronischen Geräte, die wir auf unserer Reise um die Welt brauchen. Sie sind farblich nach Priorität gegliedert:

Dunkelgrün muss ständig verfügbar sein
Hellgrün ist nicht zwingend erforderlich, aber sehr komfortabel
Orange ist optional und ganz nett zu haben, während
Rot nur ab und zu gebraucht wird

Das GPS ist in der Gruppe M. Es ist ein Garmin eTrex* und kann alternativ mit Batterien betrieben werden. Dies ist zwar nicht umweltfreundlich (wir setzen daher auf diese Akkus*), aber für den Notfall möglich. Deshalb befindet es sich nicht in der ersten Gruppe S.

Schritt 2: Tägliche Ladung festlegen
Weiterhin gibt dir die Tabelle oben Infos über die jeweilige Akku Kapazität und wie voll der Akku (statistisch gesehen) pro Tag geladen werden muss. Überlege dir also, wie oft du deine Geräte laden musst.
Beispiel:

  • Das Huawei P20 Pro* wird erfahrungsgemäß am Tag zu 3/4 bzw. 75% geladen.
  • Der eBook Reader* wird 1 mal alle 30 Tage geladen, also am Tag statistisch zu 1/30tel.
  • Die Ladung einer unserer Stirnlampen* hält 7 Tage, also müssten wir die Lampe jeden Tag zu 1/7 (14,29%) aufladen.
  • Unsere 3 Drohnenakkus* halten 3 Tage, also müssen wir jeden Tag einen Akku laden, d.h. die 3 Akkus täglich zu je 1/3 (33,33%)

Gruppe S – höchste Priorität
Handys* und Actioncam* mit dazugehörigen Akkus* als wichtigste Gruppe, um dich auf dem Laufenden zu halten

Gruppe M – zweite Priorität
Das GPS*, die Stirnlampen* und unsere eBook Reader* als zweitwichtigste Gruppe, für unseren persönlichen Komfort

Gruppe L – dritte Priorität
Unsere Drohne*, welche entweder über das Fahrradbordnetz durch 5V geladen werden kann oder alternativ per 230V Netzanschluss

Gruppe XL – niedrigste Priorität
Die Laptops* und Dani´s Stirnlampe, welche leider nur mit 230V Netzanschluss geladen werden können

Gesamtbedarf

Wenn das geschehen ist und du nun weißt, was deine Geräte so brauchen und wie häufig du sie laden musst, summierst du die einzelnen Kapazitäten auf, um deinen Gesamtbedarf zu berechnen. In der folgenden Tabelle haben wir dir das mal für unseren Fall dargestellt:

Schritt 3: Energiebedarf pro Tag
In der Tabelle oben siehst du die einzelnen farblich markierten Gruppen und die jeweils dafür notwendige Energie. In der rechten Spalte wird dargestellt, wie viel Energie theoretisch pro Tag aufgebracht werden müsste, um die jeweilige Gruppe zu laden. Natürlich lädst du z.B. deinen ebook Reader nicht täglich zu 1/30tel, sondern machst das auf einmal, bis er voll ist. Für eine theoretische tägliche Bedarfsermittlung ist das aber durchaus vernachlässigbar.

Wie viel Energie steht dir zur Verfügung?

Spätestens jetzt solltest du dir die Frage stellen, wie du die jeweilige Energie bereitstellen kannst oder möchtest. Welche Gruppen kannst du über deinen Dynamo laden, welche über eine Powerbank und wofür brauchst du Photovoltaik (auch Solarstrom genannt) oder einen Netzanschluss?

Energiespeicher

Schritt 4: Energiespeicher definieren
Wir haben also gemeinsam den Bedarf analysiert. Im nächsten Schritt überlegst du dir, welches “Angebot” an Energie du hast. Welche Powerbanks, Akkus oder sonstige Energiequellen kannst du also mobilisieren? In der nachfolgenden Tabelle siehst du, welche Technik wir nutzen, um unsere Energie zu speichern. Bedenke immer, dass du nie 100% deiner Speicherkapazitäten nutzen kannst und ziehe daher sicherheitshalber 10-20% an Verlusten ab.
Jeder von uns hat eine Powerbank*, die gleichzeitig als Handyhalter fungiert. Weiterhin haben wir jeder einen Forumslader, welcher das Energiemanagement übernimmt und zugleich unser Fahrradcomputer ist. Schreibe dir also eine zweite Liste, in der du darstellst, welche Energiespeicher du hast, welche Kapazitäten sie dir zur Verfügung stellen und wie oft du diese vorraussichtlich laden kannst.

Die Tabelle oben zeigt uns also, welche Energie wir speichern können. Die Spalte “Entladung pro Tag” gibt Aufschluss darüber, wie viel der Kapazität der jeweiligen Energiespeicher pro Tag zur Verfügung steht. Es ist quasi das Gegenstück zum zweiten Schritt, in dem du festgelegt hast, wie oft deine Geräte geladen werden müssen. So gibst du hier an, wie viele Tage du deine Energiespeicher entladen kannst, bevor sie leer sind.

Beispiel:

  • Bei unserer Powerbank* sind es 25% pro Tag. Warum dieser Wert? Ganz einfach, weil wir erfahrungsgemäß alle 4 Tage einen Stromanschluss erreichen, um sie zu laden. Also haben wir theoretisch pro Tag 25% der Energie der Powerbank zur Verfügung. In der Realität entladen wir natürlich die Powerbank nicht nur 25% täglich, sondern nutzen sie 1 oder 2-mal um etwas zu laden und dann ist sie leer. Das kommt aber aufs Gleiche raus, denn wir haben die anderen 2 Tage keinen Strom aus der Powerbank mehr. Es geht hier also nur um die Bilanz.
  • Der Forumslader wird immer auf einem Füllstand von etwa 25% bis 85% gehalten, da das den Akku schont. Täglich treten wir in etwa 15-20Wh (ca. 50% der Gesamtkapazität) an Energie in den Forumslader rein und haben daher eine Verfügbarkeit der Energie des Forumsladers von 50%.

Energiegesamtangebot

Schritt 5: Gesamtangebot
Wird das Angeobt aufsummiert und mit der Verfügbarkeit verrechnet (also mit der Entladung pro Tag), so erhalten wir eine Übersicht über unser Gesamtenergieangebot sowie die täglich zur Verfügung stehende Energie.

Auch hier sollten zur Sicherheit 20% für Verluste durch Umwandlung etc. eingerechnet werden, daher ziehen wir vom brutto Angebot 20% ab und sind damit auf der sicheren Seite. Lieber sollte etwas zu scharf kalkuliert werden. Reserven sind besser als Defizite und mit der Zeit wird jeder Energiespeicher erfahrungsgemäß schlechter.

Wie weit kommst du ohne Steckdose?

ohne Photovoltaik

Abschließend können wir im letzten Schritt unsere Auswertung berechnen. Durch Verrechnung des täglichen Bedarfs mit dem täglichen Angebot bekommen wir eine theoretische Aussage darüber, wie lange wir ohne Netzanschluss auskommen. Die Werte sind bezogen auf eine reine Nutzung des Nabendynamos und nicht der Photovoltaik (also Stromerzeugung durch Sonneneinstrahlung).

Auswertung:
Der Tagesbedarf der Geräte der Gruppe S (minimum) wird zu 107% abgedekt. Also können wir die Energie,  die wir täglich für diese Geräte brauchen, selbst bereit stellen. Aber wie lange geht das so? In unserem Fall können wir alle Geräte der Gruppe S für 4 Tage ohne Netzanschluss versorgen. Warum dieser Wert? Ganz einfach, da wir beim Schritt 4 festgelegt haben, dass wir die Powerbanks alle 4 Tage aufladen können. Ab dem 5ten Tag können wir nicht mehr auf die Powerbanks* zurückgreifen und daher nur noch 71% des Tagesbedarfs decken. Wir können so zwar weiterfahren, müssen uns jedoch einschränken, da nur noch etwa 3/4 unserer Energie gedeckt ist.
Alle Geräte der Gruppe M (comfort) können etwa 3,5 Tage ohne Netzanschluss betrieben werden. Wenn wir die Drohne* mit einbeziehen, sind es nur noch knapp 2 Tage.

Einschätzung:
Für den “normalen” Radelausflug und mehrtägige Radreisen sollte also ein Gerät, wie der Forumslader mit einer Powerbank* absolut ausreichend sein. Alternativen hierzu wären z.B. das USB-Werk* von busch+müller oder The Plug von Tout Terrain. Zu diesen Alternativen haben wir allerdings keine Erfahrungswerte. Es kommt hier stark auf den Pufferspeicher an. Bedenke auch, dass du jeden Tag fahren musst, um deinen Energiebedarf über den Nabendynamo decken zu können. Wer nicht fährt, produziert auch keine Energie. Wer gerne mal im Hostel übernachet, hat dagegen keinerlei Schwierigkeiten.

mit Photovoltaik

Wenn du etwas extremer unterwegs bist und auch durch Regionen fährst, in denen du nicht so häufig ein Stromnetz nutzen kannst, solltest du die Nutzung eines Photovoltaik Moduls (PV) in Erwägung ziehen. Das heißt im Klartext, dass du die Sonnenstrahlen mit Hilfe eines “Solarpanels” nutzt, um daraus Energie zu gewinnen.

Ein PV Modul ermöglicht dir ganz neue Optionen, wie z.B. deine Geräte auch im Stand zu laden. Solltest du gerne mal einen Pausetag einlegen, so produzierst du natürlich keine Energie. Hier kann dir ein PV Modul Abhilfe schaffen. Du hast nicht nur mehr Flexibilität, sondern auch mehr Leistung zur Verfügung. Im Folgenden haben wir dir die erwarteten solaren Erträge dargestellt. Grundlage ist ein Tag im November in Marokko, an dem wir das Modul* 7 Stunden lang aufgeklappt haben, was zu einem erfahrungsgemäßen Mittelwert von 5W bis 5,5W führt.

Wird nun das Angebot aus Powerbank*, Forumslader und PV Modul* zusammengerechnet, kommen wir auf die Werte aus der Tabelle. Du solltest natürlich im Kopf behalten, dass die solaren Erträge nicht alle in der Powerbank und im Forumslader gespeichert werden können. Wichtig ist es, während der Fahrt ständig alle Geräte zu laden und die Energie somit direkt dort zu speichern, wo sie auch gebraucht wird. Es wäre wenig hilfreich, den ganzen Tag die Powerbanks zu laden und am Abend dann damit die Geräte.

Auswertung:
Die Auswertung ergibt für unseren Fall also, dass wir die ersten drei Gerätegruppen (Gruppe S, Gruppe M, Gruppe L) ohne Schwierigkeiten großzügig abdecken können. Für den Fall, dass wir eine Option finden, wie wir unsere Laptops* und die Stirnlampe* über 5V laden können, wäre es sogar möglich, die Gruppe XL (Netzbedarf) abzudecken. Damit wäre 100% Autarkiegrad erreicht, sofern wir genügend Sonneneinstrahlung zur Verfügung haben.

Einschätzung:
Ein Photovoltaik Modul ist eine sinnvolle Ergänzung für Langzeitreisende oder auch kürzere Reisen in abgelegene Regionen. Wichtig ist natürlich, dass auch genügend Sonnenstrahlung zur Verfügung steht. Überlege dir also vorher genau, ob sich der Einsatz in deiner Reiseregion bzw. Jahreszeit lohnt. Auch wichtig ist, dass du genügend Verbraucher bzw. Energiespeicher hast, um die solaren Erträge zu nutzen.

Überblick über unsere Geräte und Empfehlungen

Du weißt nun darüber Bescheid, wie du deinen persönlichen Energiebedarf ermittelst und wie viel Energie dir zur Verfügung steht. Hier geben wir dir noch einmal einen genaueren Überblick über die Geräte, die wir tatsächlich auf unserer Fahrradweltreise nutzen. Einen Überblick über unsere gesamte Packliste erhältst du übrigens hier. Wir listen dir nun Geräte auf, die wir als Energiespeicher verwenden. Diese nutzen wir also, um die Geräte, welche Energie verbrauchen, wieder aufzuladen.

Energiespeicher

Alle technischen Geräte haben das Manko, dass sie irgendwann neu aufgeladen werden müssen. Wir treten ohnehin fleißig in die Pedale, warum damit auch nicht gleich Strom erzeugen? Die wirklich beste Lösung, die auch noch umweltfreundlich ist, ist hier unser Forumslader. Wie bereits bei Schritt 4 erläutert, können wir hiermit sogar täglich 50% der Gesamtkapazität abdecken. Er dient uns nicht nur als Energiespeicher, sondert ersetzt in gewisser Weise einen Fahrradcomputer. Die gefahrenen Kilometer, Geschwindigkeiten etc. werden angezeigt und in einem Protokoll gespeichert. Eine Alternative zum Forumslader, die nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert, ist z.B. das USB-Werk* von busch+müller.

Als zweites Hauptgerät zum Energiespeichern nutzen wir unsere praktischen Powerbanks* mit integriertem Handyhalter von Topeak. Daneben kommen bei schönem Wetter auch immer unsere beiden Solarpanele von BigBlue* bzw. Anker* zum Einsatz. Bereits mit einem PV Modul gewinnen wir erheblich Energie. Beide Module nutzen wir also nur dann gleichzeitig, wenn wir für längere Zeit autark sein wollen.

Was das Thema Akkus betrfft, nutzen wir jeweils 3 Stück* für unsere Drohne*. Ein Akku hält etwa 15 bis 20 Minuten. Für unsere GoPro* haben wir ein praktisches Auflade-Set* mit ebenso 3 Akkus sowie einer Ladestation. Wir nutzen ausschließlich wiederaufladbare Batterien*. Dazu haben wir eine Ladestation*, die automatisch erkennt, wann die Batterien voll sind und vor einer Überladung schützt.

Unsere kleine Allzweckwaffe für die Steckdose ist unser Universal Reiseadapter*. Er hat Stecker für die EU, USA, UK sowie AUS und hat zudem 4 USB Ports. Damit können wir also nicht nur unseren Laptop* laden, sondern auch gleichzeitig unsere beiden Handys*, Melli´s Stirnlampe* und einen eBookReader*.

Ein kleines Schmankerl ist unser USB-Tester*. Mit diesem können USB-Ladestrom, Spannung, Entladekapazität, Leistung, Timing uvm. abgelesen werden. Außerdem kann der Tester zum Schutz vor Überspannungen eingesetzt werden.

Energieverbraucher

Das sind unsere Erfahrungswerte der Leistungsaufnahme während des Ladens der jeweiligen Geräte. Daran kannst du dich grob orientieren:

Hier findest du noch einmal eine kurze Auflistung unserer bereits angesprochenen Energiefresser:

Fazit

In der Praxis hatten wir bisher noch nie Schwierigkeiten oder Engpässe. In Holland gab es mal einen Zeitraum von 2 Wochen, in dem wir nicht genügend Sonneneinstrahlung zur Verfügung hatten und aufgrund von heftigem Gegenwind sehr langsam gefahren sind. Damit waren die Powerbanks* leer und der Forumslader nur noch dafür da, die Handys* und 1 bis 2 GoPro Akkus* in Betrieb zu halten. Aber selbst das war kein Problem.

Die meiste Zeit brauchen wir die Powerbank nicht und unsere Energieerhaltung läuft hautsächlich über den Forumslader. Der Wirkungsgrad ist enorm hoch und in Kombination mit dem SON 28 einfach unschlagbar. Unsere Kalkulation in diesem Beitrag dient nur zur Orientierung und ist wirklich sehr scharf ausgelegt. Sie hat definitiv einige Reserven. Manchmal nutzen wir ein Solarpanel*, laden an einem Tag die wichtigsten Dinge auf und haben dann bei einem Cochsurfer ein paar Tage später wieder einen Netzanschluss. Ein Solarpanel ist wirklich klasse, wir können jederzeit die wichtigsten Dinge laden oder auch mal unseren Aufenthalt in der Wildnis ohne Schwierigkeiten verlängern.

Dein Feedback

Hast du Fragen an uns? Welche Erfahrungen hast du bezüglich Stromversorgung auf Reisen gemacht? Welche Geräte verwendest du dafür und auf welche kannst du absolut nicht verzichten? Erzähl uns davon!

Wir haben ja die Ermittlung des Energiebedarfs sowie der Deckung usw. in einzelnen Tabellen dargestellt. Hättest du gerne eine Excel-Vorlage, in der du die gesamten Schritte mit deinen eigenen Geräten selber nachvollziehen kannst zum Download?

Wir freuen uns über dein Feedback! 🙂

when route becomes destination

4 Kommentare

  • Andreas

    Hallo Ihr Zwei,

    vielen Dank für den ausführlichen und sehr kompetenten Artikel. Das ist wirklich ein guter Erfahrungsbericht, der bei der konkreten Planung weiterhilft. Wenn Ihr Zeit und Lust habt, dann hätte ich ein paar konkrete Fragen dazu:

    Hattet ihr bei den Solarpanels schon mal das Problem, dass der Ladestrom (durch zu wenig Sonne) zu gering war und sich dadurch die Powerbank entladen anstatt aufgeladen hat?

    Welches der beiden Solarpanels findet ihr besser?

    Ich habe gesehen, dass das Solarpanel zwei USB Anschlüsse hat. Ist es aus Eurer Sicht günstiger 2 Powerbanks mit weniger Kapazität zu nehmen z.B. 10.000mAh um die Möglichkeit der parallelen Aufladung mit 2 USB Anschlüssen am Solarpanel zu nutzen oder lädt eine einzelne Powerbank mit mehr Kapazität z.B. 20.000mAh die gleiche Energie in derselben Zeit auf? Zentrale Frage wäre also eigentlich, ob der Ladestrom beim parallelen Aufladen pro USB Anschluss aufgeteilt wird und das Aufladen dadurch langsamer wird, wenn man zwei Powerbanks anschließt oder ob man parallel insgesamt schneller laden kann.

    Vielen Dank für Eure Mühe und die tollen Videos. Alles Gute weiterhin 🙂

    Viele Grüße aus Berlin

    Andreas

    • VAEGABOND

      Hallo Andreas,

      danke für deine lieben Worte. Wir haben uns sehr darüber gefreut! Positive Rückmeldungen geben Motivation, solche Artikel zu schreiben und zu pflegen 😉

      Zu deinen Fragen:
      1) Nein. Wir hatten noch nie den Fall, dass sich eine PowerBank entläd aufgrund zu geringem Ladestroms. Eigentlich darf sowas nicht passieren, hängt aber vermutlich auch von der Qualität der PowerBank ab. Da kommt heute sehr, sehr viel aus China.

      2) Aktuell können wir noch nicht sagen, welches der beiden Panele das bessere ist. Dafür ist noch nicht genug Zeit vergangen. Wichtig ist auch, ob sie über die Zeit nachlassen, ob sich Microrisse bilden etc. Wir würden sehr, sehr gerne die Panele durch das Anlegen einer Spannung in einem Elektrolumineszenz-Verfahren prüfen. Da kannst du dann wie in einem “Wärmebild” sehen, ob dein Panel Risse hat oder es ungleichmäßig arbeitet. Tolle Sache aber wir sind aktuell nicht mehr an der UNI, um das zu machen. Aber wenn wir es mal schaffen, wäre das definitiv der beste Weg, um dir zu sagen, welches der Panele besser ist. Bis dahin müssen wir weiter testen. Bisher liegen aber beide gleich auf.

      3) Ja, der Ladestrom wird beim parallelen Laden geteilt. Du hast dann statt z.B. 1A zwei mal 0,5A (vereinfacht gesagt), entsprechend verhält sich auch die Ladezeit.

      Wenn du noch Fragen hast, immer raus damit. 😉 Das ist Dani´s Spezialgebiet.

  • Matthias

    Wow, Gratulation, ich habe noch nie einen so umfassenden, kompetenten und praxisnahen Beitrag zu dem Thema gesehen/gelesen. Spitze! Weiterhin viel Erfolg auf eurer Reise!

    • VAEGABOND

      Hi Matthias,
      danke für deinen Kommentar 🙂 Es freut uns (besonders Dani) sehr, dass dir der Beitrag gefällt bzw. vielleicht auch etwas für deine Reisestromplanung nutzt. Mit der Zeit werden wir den Artikel auch etwas um Erfahrungswerte erweitern.

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